(Un)sterblich

Es regnet stark. Das eingetrocknete Moos erwacht wieder zum Leben. Moos kann Jahrzehnte in einem Trockenstadium verharren und innerhalb weniger Stunden wieder zum Leben erwachen – wie ein Wunder. Wann ist Moos tot? Wann stirbt ein Baum?

Wir Menschen können kaum eine Stunde ohne Herzfrequenz oder Gehirnaktivität überleben. Der Tod tritt bei uns in dem Moment ein, in dem die Atmungs- und Herztätigkeit oder die Gehirnaktivität erlischt. Einzelne Organe können jedoch weiterleben, wenn die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff wieder aufgenommen wird.

Aber was ist, wenn ein Lebewesen kein Gehirn, keine Lunge, kein Herz besitzt? Wir wissen nicht genau, wie und wann ein Baum oder Moos stirbt. Gefällte Bäume können wieder austreiben.

Der älteste Baum der Welt, Old Tjikko – eine Fichte in Schweden, die immer wieder aus ihrer Wurzel austreibt –, wird auf 9550 Jahre geschätzt. Das ist für uns kaum vorstellbar.

Pflanzen sind durch vegetative Vermehrung potenziell unsterblich. Im Pflanzenreich gibt es zahlreiche Arten, die nicht altern.

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