Noch drei weitere essbaren Wildpflanzen, die jetzt zart zu pflücken sind und viel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten:

Spitzwegericht (Plantago lanceolata), auch Lungenblatt genannt, besitzt Heilwirkungen auf die Atemwege, die Mundschleimhaut, bei Wunden und bei Mücken- oder Brennnesselstichen. Der Spitzwegerich ist seit lange als Lungenheilpflanze bekannt. Bei Husten, Bronchitis und Asthma hilft er als Tee oder Sirup. Die zarteren Blätter eignen sich roh als Salatbeigabe oder gekocht als Spinatersatz. Dafür werden die Blätter quer zur starken Längsfaser geschnitten.

Giersch (Aegopodium podagraria), früher als Heilpflanze gegen Gicht verwendet, gehört zu den Doldenblütler wie die Karotte und die Petersilie und schmeckt auch wie diese. Man erkennt sie gut an den dreizähligen Blätter und dreikantigen Stängel. Sie enthält viel mehr Mineralstoffe als unsre Grünkohl und Vitamin-C-Gehalt als Zitronen. Die jungen hellen Blätter sind sehr fein roh als Salat oder in Pesto, die älteren angedünstet mit Zwiebeln als Beilage und in Suppen.