Wenn du etwas für den Wald tun willst, kaufe Fichtenholz aus der Schweiz und verzichte auf anderes Holz. Es macht Sinn Fichtenholz zu kaufen, weil wir im Moment in der Schweiz davon einen Überschuss haben. Im Mittelland sterben viele Fichten, weil sie nicht natürlich gewachsen sind und anfällig auf Trockenheit, Stürme und Krankheiten sind.
Winterschlaf

Im Winter ist es ruhig im Wald. Viele Tiere senken ihre Körperfunktionen in der kalten und nahrungsarme Zeit auf ein Minimum. Sie können ihre Körpertemperatur bis auf 1 °C senken, das Herz nur noch zwei- bis dreimal pro Minute schlagen lassen, Atempausen bis zu einer Stunde machen und Magen, Darm, Leber und Nieren bis zur Hälfte verkleinern und so von den Reserven aus dem Sommer zehren. Bei äusseren Störungen erwärmen sie sich auf Normaltemperatur und verbrauchen erhebliche Mengen Energie, weshalb die Tiere nach häufigen Störungen des Winterschlafs verhungern. Tiere, die keinen Winterschlaf machen, wie Hirsche und Rehe, können sich mit Absenkung der Körpertemperatur auf bis zu 15 Grad an die kalten Temperaturen anpassen. Insekten und wechselwarme Tiere, wie Schnecken, Laubfrösche, Blindschleichen und Eidechsen fallen in eine Kältestarre und passen sich an die Umgebungstemperatur an. Glukose verhindert dabei bei leichtem Frost das Einfrieren der Körperflüssigkeiten. Fällt die Temperatur zu stark, erfrieren sie.

Auch die Buche macht einen langen Winterschlaf, von November bis Mai. Sie reduziert all ihre Lebensaktivitäten auf ein Minimum und geht in eine Ruhephase über, um sich vor Temperaturen im Minusbereich zu schützen. Damit sie im Frühling zeitig blühen und wachsen kann, bereitet sie die Knospen schon im Herbst vor. In den Knospen ist bereits im Herbst der gesamte Zweig inklusive Blättern und Blüten des nächsten Jahres angelegt. Die Blätter sind komprimiert und noch winzig klein, damit alle in die Knospenform hineinpassen. Erst mit dem Wachstumsbeginn im Frühling strecken sie sich, brechen die Knospenschuppen auf und entfalten den neuen Triebabschnitt. Knospen von frostresistenten Pflanzen lagern Zuckerlösungen ein, die den Gefrierpunkt absenken, auf diese Weise friert die Knospe nicht ein. Dicke überlappend angeordnete Knospenschuppen mit einer wachsartigen oder harzigen Schicht schützen sie.
Knospen beenden ihre Winterruhe erst wenn sie über eine bestimmte Zeit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ausgesetzt werden, das nennt man chilling. Danach reagiert der Baum auf die warmen Frühlingstemperaturen und erkennt, wenn die Tage länger werden. Durch Ausschüttung von Wachstumshormone wird das Wachstumsgewebe in Gang gesetzt und die Knospen öffnen sich. Bei welcher Temperatur das genau geschieht, ist bei jedem Baum anders.